Home-Gym Teil 3

…hier siehst du ein Home-Gym von einem sehr guten Freund. Das durfte ich ohne Kostenlimit einrichten…

3. Boden

Da ich ja nun mittlerweile eine ganze Reihe von Gyms gesehen habe, in zweien als Trainer arbeiten durfte und auf zwei eigene Home-Gyms und ein Garage-Gym zurückblicken darf, maße ich mir an, dass ich weiß wovon ich spreche 🙂

Wie ich in Teil 1 und 2 bereits erwähnte, ist Platz das A und O. Gleich danach kommt das zweite Steckenpferd eines Gyms:

DER BODEN

!!! Größter Fehler – Billiger Boden !!!

In meinem ersten Gym dachte ich, dass mir so eine Schaumstoff Puzzle-Matte ausreicht. Die waren im Gegensatz zu anderen Böden verhältnismäßig billig und leicht zu verlegen. Der Quadratmeter hat mich damals ca. 20 € gekostet und es hat seinen SOLL erfüllt.

Allerdings lag der SOLL bei Bodyweight-Exercises und ein bisschen Mobility. Als ich vom ersten Home-Gym ins das zweite umgezog, entschloss ich mich eine Langhantel zu kaufen und “schwupsdiwups”… der Puzzle-Boden war auf einmal scheiße. Dauernd verrutscht, da die Matten zu leicht waren und fest am Boden war er auch nicht. Folglich UNTAUGLICH.

Klar gibts ein paar Schlaumeier, die jetzt sagen werden: “Kannst du doch fest kleben!”

…Stimmt. Hab ich gemacht…

…war aber immer noch scheiße

Die Dinger sind für Langhanteltraining einfach zu dünn und zu weich. Für Yoga oder “Something Else” echt gut. Aber für Training mit Eisen eher ungeeignet.

Vermeindlich beste Idee der Welt:

Ich baue mir eine eigene Weightlifting Plattform! Also hab ich mir eine Million YouTube Tutorials angeschaut und mir so ein Ding gebastelt. Jetzt konnte ich auch ordentlich liften!

Wie sich auch die Räume weiterentwickelten, habe ich mal als Trainer und Athlet auch weiterentwickelt. Weightlifting war immer wichtig, allerdings wollte ich auch „Flown“. Für einen guten Mobility Flow war die Weightlifting Platform kurz gesagt „für‘n Arsch“. Die Kante der Platform hat den ganzen schönen Raum kaputt gemacht und hatte ausgedient. Was nun? Puzzle-Matten waren zu weich und instabil, Weightlifting Plattform zu hoch…

Zu diesem Zeitpunkt lernte ich Jan Resimius kennen. Er ist Verkäufer und Berater eines weltweit führenden Unternehmens in Sachen Weightlifting und Gym-Ausstattung. Nach vielen Telefonaten und Beratungen hat Jan mir zu MEINEM Boden verholfen. Die Matten waren 1m x 1m , 2 cm dick und aus Gummigranulat. Mit einem Gewicht von 15 kg pro Matte kann nix verrutschen, mit guten Bumperplates (auch hier nochmal danke Jan) geht der eigentliche Boden beim Weightliftig nicht kaputt und es gibt keine störenden Kanten oder Sonstiges. Für mich perfekt! Ich habe nicht gespart, sondern auf Qualität gesetzt. Das einzige Konzept was nachhaltig ist und tatsächlich Sinn macht.

Warum soll ich so viel Zeit in meine Technik von anspruchsvollen Bewegungen setzen, wenn ich zu Hause an meine PumpingIronLowBudgetLanghantel für 80 € gehe und versuche perfekt zu performen? Das wäre das Gleiche, wenn ihr gerade einen Kochkurs besucht habt und zu Hause Dosenravioli in die Mikrowelle stellt. Einfach nur bescheuert.

Wer gut trainieren will, braucht eine gute Technik, gutes Equipment und einen guten Coach.*

So einfach ist das.

*Wer an einem dieser Punkte spart, büßt zwangsweise Leistungsfähigkeit ein. Dafür gibt es keine vernünftigen Grund außer Dummheit 😉

 

Idee 1:

Solltet ihr mal was wagen wollen benutzt einen guten Kunstrasen. Dieser Gedanke schwirrt mir schon seit ein paar Monaten im Kopf herum. Wenn ihr auf Weightlifting verzichtet und nur mit Kettlebells, Pullup-Bars und Co trainiert, ist das durchaus eine Alternative, über die es sich lohnt nachzudenken. Den perfekten Kunstrasen durfte ich auf meiner RKC l Zertifizierung in Düsseldorf bei Doro finden. Ein Träumchen: Stabil wie eine Eiche und Rasen so weich wie ein Baby-Popo. Aber nicht nur wegen des Kunstrasens ist ein Blick in die Athletenschmiede wert. Die haben da auch ein paar gute Coaches und jede Menge Kaffee 😉

Idee 2:

Eine Baby Krabbelmatte! Genau richtig gelesen. Ich habe so ein Ding mal für meine kleine Tochter gekauft und war echt begeistert.

  • Maße: 2m x 2m
  • Gewicht: unter 5 kg
  • Dicke: super dünn
  • verrutscht niemals
  • schnell auszurollen
  • Einsatzgebiet: Kettlebelltraining, Bodyweighttraining (Gymnastics)

Von Weightlifting würde ich tendenziell abraten, da der Boden darunter nicht wirklich gegen das “Fallen-lassen” schwerer Gewichte geschützt wird. Eine Kettlebell stellt ihr ja nach der Übung auf dem Boden ab, als würdet ihr einen Baby-Popo streichelt. Deswegen bedenkenlos einsetzbar.

Idee 3:

Wenn etwas gut werden soll: selber machen lassen 😉

Entweder ihr forscht im Internet und verbringt Stunden damit zu etliche Ideen zu verarbeiten, oder ihr holt euch professionelle Hilfe. Unter www.Gymbau.de bekommt ihr professionelle Unterstützung in Sachen Home-Gym. Aber auch andere Profis wissen wovon sie sprechen. Jan Resimius ist nicht nur ein guter Berater, sondern auch selber Athlet und Coach. Sehr wichtig, wenn ihr mich fragt, denn solche Menschen wissen worauf es wirklich ankommt.

In diesem Sinne…

…bleibt stark oder werdet es

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