Home-Gym Teil 2

…hier seht ihr mein zweites Home-Gym

2. Equipment

Da du ja jetzt weißt, was am Wichtigsten ist (Platz), kannst du nun anfangen, dein Equipment zu planen. Das sollte möglichst „hybrid“ sein. Es gibt wie immer keine “eierlegende Wollmichsau”, aber etwas Ähnliches.

Meine Wollmilchsau ist ein Wall-Mounted Rack (am besten faltbar)

So ein Rack vereint:

  • Kniebeugeständer
  • Pull-Up Bar
  • Dip-Station (mit dem richtigen Zubehör)
  • Bench-Press (mit einer Bank)
  • Kabelzug-Turm (mit einer Umlenkrolle an der Bar)
  • Anbringungsmöglichkeit für Suspension-Trainer

Es gibt super viele Hersteller die ein solches Konzept anbieten. Da mir aber keiner von denen 10.000 € zahlen wollte, um sie hier zu erwähnen, werde ich keine nennen 😉 Aber ich schick euch gerne mal ein bis zwei Links zu, wenn ihr ein Kommentar da lasst 😉

Wenn du einen eigenen Raum “opferst”, dann muss das Rack auch nicht faltbar sein. Es gibt auch Systeme, die dauerhaft angebracht werden können. Damit sparst du das Auf- und Abbauen.

Wenn dir deine Frau im Wohnzimmer ein Rack verbietet, reiche bitte sofort die Scheidung ein. So hat die Beziehung auf lange Sicht keinen Sinn… Solltest du kein Geld für eine Scheidung haben hier eine billigere Alternative…

Low-Budget-Gym / No-Space-Gym

Kettlebells (2 x 12 kg , 2 x 16 kg, 2 x 20 kg, 2 x 24 kg, 2 x 28 kg, 2 x 32 kg), ein paar Turnringe in der Decke, eine Anti-Rutschmatte, Kettlebell-Anfängerkurs

  • Kniebeuge – Double Kettlebell Fronsquats
  • Kreuzheben – Single Leg Deadlift mit 2 Kettlebells
  • Power – Kettlebellswings
  • Rudern – Turnringe, vorgebeugt mit 2 Kettlebells
  • Pullups – Türrahmen oder an den Ringen
  • Dips – Ringe in der Decke oder zwei Stühle
  • Benchpress – Glutebridge Floorpress mit 2 Kettlebells
  • Boden – Baby Krabbelmatte zum ausrollen (2m x 2m)

Du siehst, es gibt ein sinnvolle Alternative zur Scheidung. Mit ein paar Kugeln, ein paar Turnringen in der Decke und einer Anti-Rutschmatte kannst du alle elementaren Bewegungsmuster abdecken und entsprechend schwer beladen. Wenn du der Meinung bist schwer beugen zu müssen dann habe ich folgende Idee für dich:

Double Kettlebell Frontsquat mit 2×48 kg (reicht, oder?)

Egal wie, es gibt immer einen Weg die Basics abzudecken und genau so solltest du an die Gestaltung des Gyms heran gehen. Mein allererstes Gym war eigentlich ganz ähnlich gestaltet. DIY Schlingentrainer, ne Langhantel, Sprossenwand (megageil), DIY Klimmzugstange, ein paar Kettlebells.

Bei den Kugeln habe ich keinen Wert auf die Qualität gelegt, das würde mir heut zu Tage nicht noch einmal passieren. Ich bin zwar kein Fan von Werbung, aber es gibt meiner Meinung nach nur eine Adresse wenn es um Kettlebells und die dazugehörige Ausbildung geht und das ist der Kettlebellshop.

Mein erstes Home-Gym:

Bevor viele Fragen kommen, ja das ist eine Pole-Dance Stange und nein die gehört nicht mir. Was nicht heißen soll, dass ich die nie ausprobiert hab 😉

Finde für dich eine individuelle Lösung entsprechend deines Platzes, Budgets und der Funktionalität. Musst du wirklich ein Squat-Rack haben wenn du im vergangenen Jahr nicht mindestens 1-2 mal pro Woche gebeugt hast? Analysiere dein gegenwärtiges Training und schau, was du tatsächlich brauchst. In diesem Fall ist Weniger Mehr. Und zwar mehr Platz 🙂 denn Platz kannst du nicht “Nach-Kaufen”.

Beispiele für smartes hybrides Equipment:

    • wallmounted Rack (am besten faltbar) = Kniebeugeständer inkl. Pullup Bar
    • Kettlebells = Entwickelt Power, Strength, Conditioning, Core, Mass, Mobility
    • Langhantel + Bumper Plattes = Ermöglicht die Basics (und oft werden die am schnellsten vernachlässigt)
    • Ringe = Mobility, Correctives, Core, Skill, Strength
    • Paralletes = gut für Skilltraining (Gymnastics)

Wenn du wirklich wert auf ein eigenes Gym legst, dann sind das meine Must-Haves. Langhantel und Plates an der Wand befestigt, dazu ein Wall-Mounted Rack zum „an die Wand klappen“ und einer 200er Beuge steht nichts mehr im Weg. Zumindest nicht von Seiten des Equipements und der Trainingsmöglichkeit 😉 Kettlebells, Ringe und Paralletes runden ein ganzheitliches Training nicht nur zusätzlich ab, sondern sind auch in Puncto Einsatzvielfalt und Platz unschlagbar. 

Wie oben bereits erwähnt kommt ihr aber wunderbar auch ohne Rack aus. Nice to have – aber definitiv kein Must Have

Ein alter Freund und Trainingsbuddy meinte früher mal zu mir:

„Gib mir ne beschissene Langhantel, ein paar ordentliche Scheiben und ich habe alles was ich brauch“ 

Liebe Grüße Marius 😉 Heute weiß ich, dass er damit Recht hatte. Für den einen ist es die Langhantel, für den anderen Turnringe und für den nächsten ein Schlingentrainer. Für mich sind es Kettlebells. Egal was es für dich ist, finde es heraus, setze es um und werde gefälligst groß und stark. Es gibt kein ABER.

 

Teil 3 is coming

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