Home-Gym Teil 1

Home-Gym bauen...aber richtig!

1. Ausgangssituation analysieren

Bevor du wie wild dein Erspartes für Equipment verprasst, musst du dir einen Überblick über den IST-Zustand deiner Möglichkeiten machen. Es macht für deine Planung einen großen Unterschied, ob du eine eigene Garage „opferst“, einen eigenen Raum hast oder dir nur im Wohnzimmer ein paar Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Egal wie dein IST-Zustand ausschaut, ein eigenes Home-Gym ist auch dann möglich, wenn dir nur 4m2 zur Verfügung stehen. Selbst 1m2  ist ausreichend um die Basics zur trainieren, du musst nur wollen!

Weiterhin muss dir klar sein, wie dein Raum beschaffen ist. Wenn du eine abgehangene Rigipsdecke hast, kannst du zum Beispiel nicht so einfach eine Klimmzugstange mit Deckenbefestigung oder Haken für Ringe anbringen. 

 


 

Eine gute Alternative wäre einen Querbalken zu ziehen. Wenn du allerdings Powerlifter bist, brauchst du das natürlich nicht. Generell solltest du dir im Klaren sein, dass alle baulichen Veränderungen über eine Statiker abgeklärt werden sollten. Zumindest wenn es der Querbalken wird.

Damit kommen wir auch eigentlich zum wichtigsten Punkt:

„Was zur Hölle willst du überhaupt?“

Bist du:

  • Eisen-Verbieger
  • Calisthenics-Fan
  • Hybride Typ (Langhantel, Ringen, Kettlebells) über die Runden kommt?

Diese Frage solltest du dir im Vorfeld unbedingt beantworten können. Und vielleicht stellst du dir diese Frage gerade zum allerersten Mal. Egal, Hauptsache, du kannst sie beantworten.

Es spielt nämlich nicht nur das WAS eine große Rolle, sondern auch das WARUM.

 


Welcher Typ braucht was?

Der Matt Fraser - schläft im Gym; ist dort öfter als zu Hause; hat einen eigenen Spint; ist der erste der nach den Öffnungszeiten an den Feiertagen fragt ...braucht ein eigenes Gym und einen toleranten Partner

Der Müsser - will gar nicht trainieren, weiß aber, dass er/sie muss; sucht nach dem heiligen Gral zwischen FitForFun-Model und eigenem Anspruch, denkt Muskelkater und Erbrechen sind Fortschritte...braucht einen Coach, Mental-Trainer, 2 Tequila

Der Daddy - will 3 mal die Woche zum Training, ist 1-2 mal die Woche beim Training; hat Panik vor Magen-Darm-Infekten in der Kita; würde am liebsten trainieren, wenn die/der Kleine schläft, kann aber nicht, da Frauchen beim Power-Yoga ist...braucht ein Home-Gym

Aber nicht nur Daddys brauchen ein Home-Gym, sondern jeder der auf ein Training nicht verzichten kann oder möchte.

Ein weiterer stark limitierender Faktor ist wie immer die Kohle. Hast du 10 Riesen über, stehen dir natürlich alle Wege offen! Ist 500 deine Schmerzgrenze, musst du ganz genau wissen, was du willst, was du brauchst und am Wichtigsten: WAS DU NICHT BRAUCHST!!!

Vielleicht macht es auch Sinn, sich einen Kettlebell-Anfänger-Kurs für 189,-€ zu gönnen und danach für 311,-€ Kettlebells, eine Klimmzugstange sowie eine Bodenrollmatte zu besorgen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Kosten überschaubar sind, sondern du sparst Platz und limitierst dich im Training, sodass du den Blick fürs Wesentliche nicht verlierst. Wer die Milchmädchenrechnung nicht versteht, liest sich mal den Artikel hier durch.

Wenn du dir allerdings gerade die Frage stellst, wo du deinen Crosstrainer und deine Multi-Funktions-Station unterbringst, bitte ich dich SOFORT meine Seite zu verlassen 😉 Verkauf den Scheiss und komm zu mir oder einem anderen Coach, der die Schnauze voll hat von 0815, Kniebeuge bis 90° und 10 Minuten Crosser zum Aufwärmen.

2.

Teil 2 is coming…

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