Machs besser…

Warum wir manchmal Idioten sind

Manchmal läufts und manchmal eben nicht! Training ist wie das wahre Leben: Es gibt gute und schlechte Tage. Und beides ist wichtig. Wer keine schlechten Tage kennt, weiß auch nicht, wann ein Tag gut war.

Für wen das Training eine zentrale Rolle des Tages darstellt, der macht seinen Tag auch teilweise von seinem Training abhängig.

Gutes Training = Guter Tag
Schlechtes Training = Schlechter Tag

Natürlich spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle 😉

Training ist eigentlich relativ simpel. Man sucht sich ein konkretes Ziel (z.B. Snatchtest bestehen), schaut sich den IST-Zusatand an, guckt wie weit man vom SOLL-Zustand entfernt ist und macht sich einen Plan. Der Plan ist auf einen bestimmten Zeitpunkt gerichtet (in meinem Fall war das die RKC-Zertifizierung), beinhaltet eine Anzahl X an Trainingseinheiten und muss auch geeignet sein, dass Ziel zu erreichen. So weit so gut...

...und jetzt? Was kommt danach? Nächstes Ziel? Pause? Rumgammeln?

Ich stand vor dem Problem, nicht zu wissen was ich jetzt tun soll. Als Trainer findet man immer Lösungen für andere Menschen, dass ist kein Problem. Aber was für eine Lösung findet man für sich selbst? Nach der RKC Zertifizierung bin ich in ein Loch gefallen. Da es keinen Termin gab, ein Ziel zu erreichen, hatte ich keinen Druck mehr. Druck war bis dahin für mich immer sehr wichtig... #vollbescheuert

Irgendwann kommt der Moment, da muss man sein eigenes Ego hinten anstellen und nach Rat fragen. In Sachen Sport wende ich mich dabei an zwei Trainergrößen: Henrik Thode und Andy Wiechmann. Beide sind in ihren Bereichen exzellent ausgebildet, verfügen über eine Expertise und bringen genügend Erfahrung im Coaching-Bereich mit. Desto weniger erstaunlich ist es, dass sie mir unabhängig voneinander sehr ähnliche Dinge geraten haben.

Weisheit Nummero Uno

1. Er so: „Du bist ein Idiot! Mach das, was du mit anderen auch machst. Die meisten haben kein konkretes Ziel. Du weißt trotzdem was sie brauchen und du bietest ihnen Lösungen an. Wenn du von deinen Lösungen überzeugt bist, warum löst du dann nicht damit dein eigenes Problem? Es gibt genug Räder, dass brauchst du nicht neu erfinden.“

Ich so: „Du hast Recht, ich bin ein Idiot.“

Zweites Ding

2. Er so: „Analysiere dein Training. Hast du ein gesundes Verhältnis von Push, Pull, Hinge, Squat und Carrying? Wenn nein, sieh zu Junge! Und achte auf eine anständige Intensität. Von leichten Gewichten hat sich noch keiner verbessert.“

Ich so: „Stimmt, eigentlich ja so wie immer...ich bin ein Idiot.“

Er so: „Jupp. Und denk an Kreuzheben...du Idiot.“

Ich so: „Jupp.“

Er so: „Und Mobility nicht vergessen.“

Ich so: „Jupp.“

Er so: „Du Idiot.“

Ich so: „Jupp.“

Er so: „Kannst du ein Training wiederholen?“

Ich so: „Häh?“

Dritter Tipp

Er so: „Wenn du ein Training richtig gut fandest (Movements, Intensität, Erschöpfung, Zeit, u.s.w.), dann mach das doch nochmal. Wenn du irgendwann ein paar solcher Trainings hast, entwickle daraus eine Routine.“

100€ sind so schnell weg wie mein Hund mit nem Knochen

Er so: „Soll ich dir noch den absoluten Geheimtipp sagen? Damit schaffst du es definitv dich zu verbessern! Nur für dich... ;)“

Ich so: „Klar“

Er so: „Kostet 100 Flocken“

Ich so: „Hier.“

Er so: „Du solltest regelmäßig trainieren und jetzt her mit dem Zaster.“

Ich so: „Scheiße“ So verdienen wahrscheinlich eine handvoll Personal Trainer die Mark ihres Lebens 😉

Fazit:

- Die Woche sollte alle Bewegungsmuster abdecken
- Das Training sollte intensiv genug sein, Fortschritt zu entwickeln
- Die Trainingseinheit sollte wiederholungsfähig sein
- Denk nicht, dass du ‘ne Extrawurst brauchst
- Denk ans Kreuzheben